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Herdenschutz ist Tierschutz

9. Okt.
2 Min. Lesezeit

Herdenschutz ist die ureigene Verantwortung des Tierhalters.



Nach EU-Tiergesundheitsrecht sind Tierhalterinnen und Tierhalter in Bezug auf Ihre Tiere verantwortlich für deren Gesunderhaltung .


Jeder Weidetierhaltende ist verpflichtet sich

regelmäßig mit Fragen zur Haltung, Pflege, Herdenplanung und Tiergesundheit auseinanderzusetzen.


Das sind die gesetzlichen Regelungen.




Die alles umfassende Fragestellung ist jedoch, sind die Weidetierhalter dazu bereit, sind ihnen ihre Tiere diesen Einsatz wert.


Diese Frage ist berechtigt.


Herdenschutz wird staatlich gefördert, von Naturschutzbehörden, Naturschutzorganisationen und Tierschutzvereinen gefördert und unterstützt. Das gilt für flexible Zäune, die in schwierigem Gelände erforderlich sind, als auch für fixe Umzäunungen zur Abwehr von Wolfsübergriffen.


Denn nach wie vor gibt es zahlreiche Beispiele, die belegen, dass Wolfsübergriffe aufgrund fehlender Herdenschutzmaßnahmen erfolgt sind.


Sind die Ausgleichszahlungen für gerissene Tiere attraktiver für manchen Weidetierhalter, als die Unterstützung zum Schutz ihrer Tiere.


Nachdem inzwischen die Jagd auf Wölfe durch die Novellierung des Bundesjagdgesetzes legitimiert ist, die Länder bei der Auslegung des Erhaltungszustandes ungeahnte Kreativität entwickeln, ist damit zu rechnen, dass die Übergriffe durch in der Jagd unerfahrene Jungwölfe , die ihre Versorger durch schießwütige Jäger verloren haben, oder durch adulte Tiere, die keine Unterstützung der Jagd durch ihr Rudel mehr erfahren, da schießwütige Jäger den größten Teile des Rudels ausgelöscht haben, in ungeahntem Maße zunehmen werden.


Weidetiere sind für diese Wölfe leicht zugängliche Nahrung, auch Wölfe müssen leben.


Im Rudel sind sie in der Lage, Wildtiere zu erbeuten, auf Weidetiere sind sie nicht angewiesen. Sie konzentrieren sich dabei auf kranke, alte Tiere, tragen zur Gesunderhaltung der Wildtierpopulation bei.


Die Kurzsichtigkeit der politischen Entscheidung wird den Weidetierhaltern über Jahre ungeahnte Schäden bescheren.


Aber sind sie denn in der Lage, die eigentliche Ursache zuerkennen? Politisch motivierte Fehlentscheidungen, die dem massiven Druck der Agrarlobby Rechnung getragen haben.


Mit anderen Worten: Ist sich die Landwirtschaft im Klaren darüber, dass sie in der Konsequenz die alleinige Verantwortung für die entstehenden Schäden hat?


Weidetierhalter sind es gewohnt, Tieren das Leben zu nehmen, um Gewinn aus ihnen zu schöpfen, das ist ihre Profession.


Ich bezweifle, dass Weidetierhalter sich über das Leid der Tiere, die Ängste, die Schmerzen der Tiere, die zur Schlachtbank geführt werden, Gedanken machen.


Das sind nur wenige, diejenigen, die sich auch über Herdenschutz Gedanken machen.


Es tut mir so leid um all die gewissenlos geplagten, gepeinigten und in ihrem Schmerz missachteten Tiere.

 
 
 

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